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Hypochromie – hypochrome Anämie

Hypochrome Anämien werden durch eine Störung der Hb-Synthese, entweder im Bereich des Häms oder des Globins, verursacht. Die häufigste Ursache einer hypo- chromen Anämie ist die Eisenmangelanämie. Die wichtigste Differentialdiagnose ist die Thalassämie, eine angeborene Störung der Globinsynthese. Seltene Ursachen sind eine sideroblastische Anämie, eine Bleivergiftung oder Anämien als Symptom anderer chronischer Erkrankungen.

Hypochromie

Hypochromie – hypochrome Anämie: Zu wenig Hämoglobin, zu kleine Erythrozyten

Der Mentzer-Index soll eine Orientierungshilfe geben. Patienten mit einer Thalassämie zeigen einen Index < 13, Patienten mit einer Eisenmangelanämie oder einer Anämie chronischer Erkrankungen haben einen Index > 13. Errechnet wird der Mentzer-Index, indem man das MCV (fl) durch die Erythrozytenzahl (106/µl) teilt.

Bleivergiftung

Als seltene Ursache einer hypochromen Anämie ist die Bleivergiftung zu nennen. Diese fand sich früher häufiger durch Bleibelastungen im Arbeitsprozess. Die Bleivergiftung geht mit einer Hemmung der Häm-Synthese einher. Neben Darmkoliken und Lähmungen peripherer Nerven gibt die basophile Tüpfelung der Erythrozyten im peripheren Blutausstrich den entscheidenden Hinweis



Autoren & Experten:
Wissenschaftlicher Beirat: Prof. Dr. med. Hermann Eichstädt, Berlin. Facharzt Innere Medizin & Kardiologie, Lebenszeitprofessor i.R. der Charité Berlin. Geschäftsführender Vorstand der Berlin- brandenburgischen Gesellschaft für Herz- und Kreislauferkrankungen e.V.
Journalist: Horst K. Berghäuser
Heilpraktiker: Felix Teske

Literatur, Quellen und Verweise:
Rationelle Diagnostik und Therapie in der Inneren Medizin
Thieme Verlag
Praktische Labordiagnostik - Lehrbuch zur Laboratoriumsmedizin, klinischen Chemie und Hämatologie
Grönemeyers Buch der Gesundheit
Hallesche Krankenversicherung

Letzte Änderungen auf dieser Seite fanden am 01.08.2019 statt.