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Blutdruck zu niedrig (Hypotonie) – niedriger Blutdruck

Bei niedrigem Blutdruck oder Hypotonie kommt es meist zu Schwindelgefühlen oder Übelkeit, was den Alltag wesentlich erschweren kann. Die Episoden können zwischen einigen Sekunden und einigen Minuten andauern. In diesem Artikel erklären wir Ihnen, welche Nahrungsmittel Ihnen helfen können, wenn Sie an niedrigem Blutdruck leiden.

Was ist niedriger Blutdruck und warum leiden wir daran?

Der Blutdruck ist der Druck des Blutes in einem Blutgefäß. Bei niedrigem Blutdruck ist dieser alters- und geschlechtsspezifisch geringer als normal. Wenn der Blutdruck niedrig ist, gelangt nicht ausreichend Blut zu den lebensnotwendigen Organen.

Die Hauptursachen sind: 

  • Die Einnahme von Schmerzmitteln

Die häufigsten Symptome sind:

  • Schwindelgefühle
  • Brechreiz
  • Ohnmacht
  • Kribbeln an Beinen und/oder Armen
  • Instabilität

Normale und erhöhte Blutdruckwerte in Ruhe

 Oberer Wert
in mmHg
Unterer Wert
in mmHg
Optimaler Blutdruck 12080
Normaler Blutdruck unter 130unter 85
Noch normaler Blutdruck130-13985-89
Isoliert erhöhter systolischer Blutdruck über 140unter 90
Grenzwertig erhöhter Blutdruck140-14990-94
Leicht erhöhter Blutdruck (Grad 1)150-15990-99
Mittelschwer erhöhter Blutdruck (Grad 2)160-179100-109
Stark erhöhter Blutdruck (Grad 3)über 180über 110
Hypertensive Krise (lebensbedrohlich)über 230über 130

Warum ist niedriger Blutdruck so unangenehm?

Unangenehmer als der hohe Blutdruck äußert sich der niedrige Blutdruck, der mit Müdigkeit, Schwindel, Blutleere und mangelnder Durchblutung verbunden ist, dafür aber weniger die Gefäße belastet. Der Blutdruck, ob hoch, ob niedrig, ist jedoch nie Ursache an sich, sondern Folge verschiedener Faktoren, die im Bereich der feineren energetischen Organisation des Körpers liegen. Ein Symptom ist in der Regel das Schwindelgefühl, das bis zum Kollaps gehen kann, wenn sich der Niederdruckpatient aus der Horizontalen aufrichtet.

Manche Patienten hört man in diesem Zusammenhang sagen: »Mir ist, als wäre ich außerhalb meines Körpers« oder »Ich geh wie auf Wolken, als würden die Füße den Boden nicht berühren« usw. manchmal auch verbunden mit veränderten Wahrnehmungen; beispielsweise: »Die Umgebung ist wie durch eine beschlagene Scheibe von mir getrennt, wie ein Schleier, wie Nebel« oder »Die Töne, die Geräusche sind weit weg, klingen verändert«. Manchmal Augensymptome: Lichtblitze, Zacken, eigenartige Ränder des Gesichtsfeldes – all diese Symptome weisen darauf hin, dass der Organismus nicht normal durchblutet und belebt wird. Unter Umständen dauern diese Zustände monate-, jahrelang. Gefäßverengende oder blutdrucksteigernde Mittel wirken eine gewisse Zeit, da sie den Körper chemisch so verändern, dass ein Notprogramm laufen kann – aber das ist nicht Gesundheit.

Naturheilmethoden hingegen können den Zustand wirklich verbessern.

Die Akupressur gegen niedrigen Blutdruck

Akupressur n1Auf ideale Weise können alle Naturheilmaßnahmen durch chinesische Heilmethoden unterstützt und ergänzt werden.

Akupressur M36Drücken Sie auf der Fußsohle jeden Tag mehrmals kräftig den Punkt N 1. Auch die Punkte M 36 und KS 6 sollten intensiv bearbeitet werden. M 36 liegt eine Handbreit unter der Kniescheibe und einen Querfinger seitlich außen.

KS 6, die »innere Grenze«, liegt drei Querfinger oberhalb der inneren Handgelenkquerfalte, genau in der Mitte der beiden Unterarmknochen.

Akupressur-KS6-KS7Lokale Erwärmung mit der Moxazigarre oder Zigarette empfehlen wir für die folgenden Punkte: B 15 – »Zustimmungspunkt des Herzens«. Er befindet sich in der Nähe des 5. Brustwirbeldornfortsatzes, zwei Querfinger seitlich der hinteren Mittellinie. Neigen Sie den Kopf nach vor, dann tasten Sie hinten im Nacken in Schulterhöhe eine besonders herausragende Knochenerhebung. Es ist der Dornfortsatz des 7. Halswirbels. Nun zählen Sie einfach fünf Fortsätze nach unten und finden den gesuchten Knochenvorsprung.

KS 7 – liegt genau in der Mitte der inneren Handgelenkquerfläche und ist ein sehr wichtiger Punkt.

KG 12 – heißt der »mittlere Kanal«. Sie finden den Punkt genau auf der vorderen Mittellinie, auf halbem Wege zwischen unterem Brustbeinrand und dem Nabel.

Akupressur-B15-KG12

MP 9 – bei gebeugtem Knie liegt der Punkt genau unter dem inneren Knochenvorsprung des Unterschenkels. A Angesprochen wird in erster J Linie die Bauchspeicheldrüse.

N 6 – »Erleuchtetes Meer«, liegt knapp unter dem Innenknöchel. Druck oder Erwärmung der Zone hilft auch gegen Potenzprobleme.

3 E 4 – Der Punkt befindet sich auf dem Handrücken, fast genau in der Mitte der Handgelenkquerfalte. Wirkt auch gegen Kopfschmerzen, Schulter- und Armbeschwerden.

Die Erwärmung und auch der Druck sollen bis zu einer Minute dauern. Die Behandlung erfolgt mindestens drei Wochen. Wer sie nicht konsequent durchführt, darf keine Erleichterung erwarten.

Homöopathie gegen niedrigen Blutdruck

Das passende homöopathische Mittel, eingesetzt vom erfahrenen homöopathischen Arzt, wirkt einfach und sicher.

Veratrum album: Schwindel, Schwäche, blaue Hände, Füße und blaue Lippen, kalter Schweiß, große Kälte, aber Verlangen nach kalten Getränken.

Tabacum: Schwäche mit starker Übelkeit; Totenblässe mit eiskalter Haut; nach Luftmangel; überhitzte und/oder überfüllte Räume, Seekrankheit. Verschlechterung bei Öffnen der Augen; verschwommenes Sehvermögen. Besser im Freien und durch frische, kühle Luft. Auch nach dem Genuss von zu vielen oder starken Zigaretten (Zigarren oder Pfeifen) und entsprechenden Symptomen.

China: Schwäche nach Verlust von Körpersäften, die lange anhalten, z. B. durch Stillen, chronische Durchfälle, aber auch länger dauernde exzessive Lebensführung.

Cocculus: Schwäche durch Schlafmangel, lang dauernde Krankenpflege, Schwindel und Übelkeit durch Fahrten mit Schiff oder Auto (vielleicht das am häufigsten benutzte Reisemittel der Homöopathie). Etwa eine halbe Stunde vor Abfahrt, in der Folge so oft wie nötig. Vegetative Empfindlichkeiten können sich auf diese Weise dauerhaft bessern.

Acidum phosphoricum: Bei Schwindel, Schwächezuständen nach lang dauernder Erregung, Kummer, Sorgen, Enttäuschungen; verbunden oft mit Abmagerung, Müdigkeit, nächtlichen Schweißausbrüchen.

Acidum aceticum: Das Zusammentreffen von Abmagerung, Schwäche, Blutarmut, Appetitverlust, brennendem Durst und reichlichem, blassem Urin verlangt die Essigsäure (Kent). Schwäche v. a. durch Unterernährung, Durchfalle, Schweißausbrüche. Gesicht blass, wächsern, ausgemergelt. Anämie. Tiefe, lang anhaltende Schwäche nach Narkosen, bei chronischen Vergiftungen durch chemische Dämpfe, Rauschmittelsucht; kaum Erholung nach Verletzungen. Familiäre Häufung schwerer, zehrender Erkrankungen.

Acidum muriaticum, Salzsäure: Besondere Ähnlichkeit zum Blut, ruft einen septischen Zustand hervor, ähnlich dem bei heftigem Fiebern mit hoher Temperatur und deutlichem Verfall. Schwäche so groß, dass Patient das Bett hinunterrutscht, zum Sitzen zu schwach; ein Häufchen Elend. Zersetzung der Flüssigkeiten. Unwillkürliche Stühle bei Urinabgang. Blutungen. Mund und Anus sind hauptsächlich befallen.

Weitere Mittel: Arsenicum album (Schwäche nach Überanstrengung der Muskeln). Coca (Schwindel, KreislaufVersagen in größeren Höhen), Anarcadium (Schwäche nach mentaler Anstrengung).

Heilpflanzen gegen niedrigen Blutdruck

Gerade bei niedrigem Blutdruck sind bewährte Teemischungen gut geeignet, um rasch und unschädlich zu helfen:

Rosmarin (Weihrauchkraut) stammt aus dem Mittelmeerraum und wurde schon im Altertum als Gewürz- und Heilpflanze kultiviert.

Zubereitung: Einen gehäuften Teelöffel der Blätter mit 1/4 1 kaltem Wasser übergießen, langsam zum Sieden bringen und sofort abseihen. Morgens und mittags eine Tasse.

Bad: 50 g Rosmarinblätter mit 1 1 Wasser aufsieden und 30 Minuten ziehen lassen. Absei
hen und dem Badewasser zusetzen. Oder gängige Konzentrate verwenden. Da ein Rosmarin-Bad aktiviert, stört ein abendliches Bad den Schlaf.

Rezeptur für einen blutdrucksteigernden Tee: Rosmarin20g, Mistel 10 g, Brasilianischer Mate 20 g. 1 Esslöffel dieser Mischung wird mit einer Schale heißem Wasser übergossen, 10 Minuten ziehen gelassen, abgeseiht und morgens und mittags eine Schale getrunken.

Medikamente gegen niedrigen Blutdruck

Arzneimittel gegen niedrigen Blutdruck sollten immer nur am Morgen oder spätestens zu Mittag genommen werden, da eine Einnahme am Abend Einschlafschwierigkeiten bringen kann. Der Genuss von koffeinhaltigem Bohnenkaffee oder schwarzem Tee wirkt sich ebenfalls meist positiv auf den niedrigen Blutdruck aus, hat aber nur kurzfristige Wirkung. Mehr als 3 Tassen sind nicht zuträglich und haben unter Umständen unerwünschte Wirkungen. Auch die Taigawurzel (Radix Eleuthero- kokki) oder Ginsengwurzel kann den niedrigen Blutdruck günstig beeinflussen.

Zur Behandlung von Durchblutungsstörungen hat sich auch der japanische Tempelbaum (Ginkgobaum) als günstig erwiesen. Die durchblutungsfördernde Wirkung kann unter Umständen die Verwendung am Morgen, wenn der Blutdruck am niedrigsten ist, verbieten. Das Gleiche gilt für das Kleine Immergrün. Ginkgo kommt unter der Wortmarke »Tebonin« und „Tebofortam“ in den Handel (rezeptpflichtig).

Auch als Mittel zur Bekämpfung von Alterserscheinungen am Gefäßsystem wird der Ginkgobaum verwendet.

Das »Kleine Immergrün« (Vinca minor) ist ebenfalls eine Heilpflanze, die zur Förderung der peripheren Durchblutung dient – vor allem zur besseren Hirndurchblutung. Gedächtnisschwäche, Verhaltensstörungen, Sprachstörungen, Reizbarkeit, Schwindel und Kopfschmerzen sind weitere Anwendungsgebiete des Immergrün-Tees bzw. der daraus hergestellten Zubereitungen (Immergrün-Tropfen sind rezeptpflichtig).

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Letzte Änderungen auf dieser Seite fanden am 29.10.2018 statt.