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Hypercholesterinämie

Die Ärzte verwenden häufig medizinische Fachbegriffe wie „Hypercholesterinämie“. Hierbei handelt es sich um die erhöhten Cholesterinwerte. Wir möchten alles Wissenswerte über ein solches wichtiges Thema berichten, denn schließlich leiden viele Menschen auch in Deutschland an einem Übergewicht, welches oftmals durch eigenes Verschulden, sprich schlechte Ernährung, ausgelöst wurde.

Was ist eine Hypercholesterinämie?

Eine Fettwechselstörung ist nichts anderes, als eine Hypercholesterinämie. Häufig wird auch das Synonym „starke Konzentration von Cholesterin im Blut“ als die Bezeichnung für Hypercholesterinämie verwendet. Der Begriff „Hyper“ beschreibt hauptsächlich das „zu viel“ und bei der Endung „Ämie“ wird „das Blut“ gemeint. Als ganzer Satz ergibt der Begriff Hypercholesterinämie „zu viel Cholesterin im Blut“.

Hypercholesterinämie

Blockiertes Blutgefäß, Arterie mit Cholesterinaufbau

Die Mediziner verwenden auch eine andere Bezeichnung für Hypercholesterinämie, nämlich Hyperlipoproteinämie. Wiederum den Mangel an Cholesterin im Blut bezeichnen sie als Hypercholesterinämie.

Grundsätzlich wird beim menschlichen Cholesterin zwischen zwei Arten von Cholesterin unterschieden: LDL-Cholesterin (Low Density Lipoprotein) und HDL-Cholesterin (High Density Lipoprotein). Die erste Cholesterin-Art (LDL-Cholesterin) gilt als das schlechte Cholesterin und das zweite HDL-Cholesterin wird als gut angesehen.

Wie häufig sind Menschen von Hypercholesterinämie betroffen?

Die Hypercholesterinämie ist eine Fettwechselstörung die zu einer sogenannten Volkskrankheit angehört. Die Gesundheitsberichterstattung teilt mit, dass in Deutschland fast jeder zweite, also ungefähr die Hälfte aller Deutscher zu einem erhöhten Cholesterinspiegel neigen. Bei Frauen in Deutschland sind es sogar ganze 61 Prozent und bei den Männern sind 57 Prozent von dieser Volkskrankheit betroffen.

Das sind die Symptome

Es gibt keine spürbaren Symptome, die von den betroffenen Menschen wahrgenommen werden. Vielmehr wird die Hypercholesterinämie über eine Blutuntersuchung nachgewiesen. Es gibt aber auch Ausnahmen, denn bei einer familiären Hypercholesterinämie bilden sich bei den Betroffenen kleine gelbe Fett-Ablagerungen unter der Haut. Umgangssprachlich bezeichnen Menschen solche kleine gelbe Fett-Ablagerungen als Gelbknoten. Solche Knötchen lassen sich meistens an den Augenliedern, am Gesäß, an den Knöcheln und an den Ellenbogen finden.

Das sind die Ursachen

Die Ursachen von der Hypercholesterinämie lässt sich in zwei Formen unterteilen, denn es gibt die primäre und die sekundäre Form einer Hypercholesterinämie.

Primäre Hypercholesterinämie

Ungefähr 30 Prozent von allen Diagnosen fallen auf die primäre, oder besser bekannt unter dem Begriff „familiäre Hypercholesterinämie“. In solchen Fällen bekommen die Betroffen die Hypercholesterinämie vererbt, oder sie haben schon gewisse Erbanlagen, die dafür sorgen, dass sich schnell zu viel Cholesterin im Blut ansammelt. Bei der primären Hypercholesterinämie handelt es sich tatsächlich um ein Gendefekt, welcher von den Eltern an das Kind vererbt wird. Die Folge von einer solchen fehlerhaften Erbanlage geht mit viel zu wenigen LDL-Rezeptoren hervor. Aus diesem Grund bildet sich viel zu viel LDL-Cholesterin als es normal wäre.

Sekundäre Hypercholesterinämie

Deutlich häufiger tritt in Deutschland die sekundäre Form von der Hypercholesterinämie auf. Hierbei handelt es sich um ein ungesundes Ernährungsverhalten in Zusammenhang mit einem Bewegungsmangel. Außerdem können manche Krankheiten für die sekundäre Form verantwortlich sein. Die häufigsten Ursachen einer sekundären Hypercholesterinämie sind:

  • Häufige und fettreiche Ernährung
  • Alkoholmissbrauch
  • Diabetes
  • Nierenschwäche
  • Schilddrüsenunterfunktion
  • Bewegungsmangel
  • Einnahme von bestimmten Medikamenten

Wie erfolgt die Behandlung?

Bei einer Hypercholesterinämie muss eine fett- bzw. kalorienreduzierte Diät durchgeführt werden. Das Zusammenspiel von Bewegung und ausgewogener, fettreduzierter Ernährung können ohne Früchte tragen und den Cholesterinspiegel senken. Bei der Bewegung handelt es sich nicht ausschließlich um den Energieumsatz des Körpers. Hier geht es vielmehr um die Aktivierung der Stoffwechselprozesse, die schnell dazu beitragen, dass der Cholesterinspiegel im Blut gesenkt wird.

Sollte die Ernährungsumstellung nicht ausreichen, wird zusätzlich eine medikamentöse Behandlung empfohlen. Bei einer medikamentösen Behandlung werden die sogenannten Satine wie Atorvastatin, Simvastatin und Fluvastatin eingesetzt. Außerdem kommen Fibraten wie Fenofibrat und Gemfibrozil infrage. Als Kombinationswirkstoff wird der sogenannte Ezetimib angewandt.

Allerdings reicht es in den meisten Fällen aus, auf eine gesunde Lebensweise zu setzen und die Ernährung von Grund auf zu verändern.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

  • https://de.wikipedia.org/wiki/Hypercholesterin%C3%A4mie
  • https://www.apotheken-umschau.de/Erhoehte-Bluttfettwerte-Cholesterin/Familiaere-Hypercholesterinaemie-Therapie-72791_5.html
  • https://www.netdoktor.de/krankheiten/hypercholesterinaemie/
  • https://www.onmeda.de/krankheiten/hypercholesterinaemie.html

Bildnachweis:

  • tussik13-123rf.com

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Autoren & Experten:
Wissenschaftlicher Beirat: Prof. Dr. med. Hermann Eichstädt, Berlin. Facharzt Innere Medizin & Kardiologie, Lebenszeitprofessor i.R. der Charité Berlin. Geschäftsführender Vorstand der Berlin- brandenburgischen Gesellschaft für Herz- und Kreislauferkrankungen e.V.
Journalist: Horst K. Berghäuser
Heilpraktiker: Felix Teske

Literatur, Quellen und Verweise:
Rationelle Diagnostik und Therapie in der Inneren Medizin
Thieme Verlag
Praktische Labordiagnostik - Lehrbuch zur Laboratoriumsmedizin, klinischen Chemie und Hämatologie
Grönemeyers Buch der Gesundheit
Hallesche Krankenversicherung

Letzte Änderungen auf dieser Seite fanden am 01.05.2019 statt.