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Hämatokrit (Hk)

HämatokritDer Hämatokrit ist kein Blutbestandteil, sondern nur eine Rechengröße: Er gibt den prozentualen Anteil der festen Blutbestandteile, also der Blutplättchen sowie der roten und weißen Blutkörperchen, am Volumen des Gesamtbluts an. Je höher dieser Wert ist, desto dickflüssiger ist folglich das Blut.

Vor allem zur Abklärung von Blutarmut (Anämie) – es gibt mehrere Dutzend Arten dieser Krankheit – benötigt der Arzt den Hämatokrit. Er ist in den ersten sechs Monaten einer Schwangerschaft und bei Leistungssportlern ohne Krankheitswert vermindert. Bei erhöhtem Hämatokrit steigt das Risiko für die Entwicklung von Diabetes oder koronaren Herzerkrankungen sowie auch das Schlaganfallrisiko.

Was genau ist ein Hämatokrit?

Der Hämatokrit bezeichnet den Anteil der zelluären Bestandteile am Volumen des Bluts; beim Mann ca 40-54%, bei der Frau ca. 37-47%. Der Hämatokrit ist ein Maß für das Verhältnis von Flüssigkeit und Zellen im Blut. Er gibt den Anteil zellulärer Bestandteile am Volumen des Blutes wieder. Weil dickflüssigeres Blut schlechter fließt, kann es für Herz und Kreislauf problematisch sein: Das Herz muss stärker arbeiten, um eine ausreichende Versorgung der Organe sicherzustellen.

Er besteht aus:

Warum wird der Wert gemessen?

Der Hämatokrit ist ein Maß dafür, wie viele rote Blutkörperchen im Blut sind. Er entspricht dem Anteil der Zellen am Blutvolumen und gibt an, wie zähflüssig das Blut und wie der Wasserhaushalt des Patienten ist.

Wie hoch sollte der Wert bei Männern sein?

Untergrenze: 40% (Prozent)
Obergrenze: 52 % (Prozent)

Wie hoch sollte der Wert bei Frauen sein?

Untergrenze: 37% (Prozent)
Obergrenze: 48 % (Prozent)

Was bedeuten niedrige Hämatokrit Werte?

Zu niedrige Hämatokrit-Werte können auf Überwässerung, Blutverlust oder verminderter Bildung von roten Blutkörperchen hindeuten.

Was bedeuten hohe Hämatokrit Werte?

Zu hohe Hämatokrit-Werte können auf eine übermäßige Vermehrung der roten Blutkörperchen (Polyglobulie) oder Austrocknung (Dehydrierung, Exsikkose) hindeuten.

Erhöhter Hämatokrit Wert

  • Vermehrung der roten Blutkörperchen im Blut (Polyglobulie) durch verminderten Sauerstoffgehalt des Blutes und vermehrte Erythropoetin-Sekretion, etwa bei Lungenerkrankungen, Nierendurchblutungsstörungen, Nierentumoren
  • Polycythaemia vera (Erkrankung der blutbildenden Stammzellen)
  • Verminderung des Blutplasma-Volumens (Flüssigkeitsmangel nach starkem Schwitzen, Durchfall, Erbrechen)

Verminderter Hämatokrit-Wert

  • Blutarmut (Anämie)
  • Blutverlust (nach 12 bis 36 Stunden nachweisbar)
  • Erhöhtes Blutplasma-Volumen, etwa bei Erkrankungen der Nebennierenrinde
  • Wassereinlagerungen im Gewebe
  • Schwangerschaft

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

  • https://de.wikipedia.org/wiki/H%C3%A4matokrit
  • https://www.apotheken.de/krankheiten/hintergrundwissen/6045-haematokrit
  • https://www.internisten-im-netz.de/mediathek/blutbild-erklaerung/haematokrit.html
Hämatokrit

Hämatokrit (Blutwert Hk)

Hämatokrit (Hk)
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Letzte Änderungen auf dieser Seite fanden am 01.12.2018 statt.












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