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Kalium ist ein Mineralstoff

Bananen enthalten KaliumElektrolyte, zu denen Kalium (K) gehört, haben im Körper erhebliche osmotische Bedeutung. Über Zellmembranen können sie frei ausgetauscht werden, durch aktive, energieverbrauchende Membranpumpen werden jedoch hohe Konzentrationsgradienten zwischen dem intra- und extrazellulären Raum aufrechterhalten. Diese dienen der elektrochemischen Steuerung zahlreicher zellulärer Prozesse.

Der Mineralstoff Kalium ist einer der wichtigsten überhaupt, er wirkt fast ausschließlich im Inneren der Zellen, die fast alle Kalium benötigen, vor allem die Nervenzellen für die Nervenleitung. Auch für die Muskeltätigkeit ist Kalium unentbehrlich, besonders im Herzen. Es ist wesentlich am Wasserhaushalt und an der Salzausscheidung beteiligt. Zusammen mit Natrium ist es auch für die Tätigkeit des Herzmuskels mit verantwortlich.

Bei hohen Außentemperaturen oder nach sportlichen Aktivitäten kann durch starkes Schwitzen ein Kaliumverlust entstehen, der durch kaliumhaltige Speisen wie Bananen oder Getränke wie Apfelschorle ausgeglichen werden kann. In Krankheitsfällen, z.B. bei Herzrhytmusstörungen, kann der Arzt ggf. Kalium als Nahrungsergänzung verordnen. Die normale Tagesdosis beträgt ca. 100 Milligramm.

Im extrazellulären Wasser überwiegt Natrium als osmotisches Ion, intrazellulär hingegen ist Kalium vorherrschend. Kalzium ist in großen Mengen unlöslich im Knochen gespeichert, in den Körperflüssigkeiten sind die Konzentrationen gering. Auch Natrium wird nicht-osmotisch im Körper gespeichert, über die Regelmechanismen von Ein- und Ausbau in Knochen und Haut ist allerdings bisher wenig bekannt.

Kalium in Lebensmitteln

Der Mineralstoff ist in den meisten Lebensmitteln enthalten. Wenn man sich ausgewogen ernährt wird in der Regel der täglich Bedarf durch die normale Kost gedeckt. Es gibt allerdings auch Lebensmittel in denen der Stoff besonders reichlich enthalten ist, dazu zählen Vollkornprodukte, Kartoffeln, Bananen, Spinat und Salat. Männer und Frauen haben einen täglichen Bedarf von ca. 2.000 mg.

Die Tagesdosis kann gedeckt werden durch:

  • 150 g Weizenkleie
  • 150 g Bohnen
  • 300 g Spinat
  • 400 g Pilze
  • 500 g Fisch
  • 500 g Gemüse

Probleme mit Kalium beheben

Kalium kann sehr rasch zwischen dem extra- und intrazellulären Volumen ausgetauscht werden. Darüber hinaus wird das Serumkalium durch die orale Zufuhr sowie die renale (~90 %) und intestinale (~10 %) Ausscheidung beeinflusst. Zahlreiche Mechanismen beeinflussen das Serumkalium: senkend wirken Aldosteron und Diuretikagabe (vermehrte Ausscheidung) sowie Insulin, Katecholamine und eine Alkalose (Verlagerung von Kalium nach intrazellulär). Das Serumkalium steigt unter dem Einfluss von Angiotensin- oder Aldosteronblockern (reduzierte Ausscheidung) sowie durch Hyperglykämie, Betablocker oder Azidose (Kaliumfreisetzung aus den Zellen).

Niereninsuffizienz steigert das Hyperkaliämierisiko stark, da die Kaliumausscheidung zurückgeht.

Bananen enthalten Kalium

Bananen enthalten Kalium



Autoren & Experten:
Wissenschaftlicher Beirat: Prof. Dr. med. Hermann Eichstädt, Berlin. Facharzt Innere Medizin & Kardiologie, Lebenszeitprofessor i.R. der Charité Berlin. Geschäftsführender Vorstand der Berlin- brandenburgischen Gesellschaft für Herz- und Kreislauferkrankungen e.V.
Journalist: Horst K. Berghäuser
Heilpraktiker: Felix Teske

Literatur, Quellen und Verweise:
Rationelle Diagnostik und Therapie in der Inneren Medizin
Thieme Verlag
Praktische Labordiagnostik - Lehrbuch zur Laboratoriumsmedizin, klinischen Chemie und Hämatologie
Grönemeyers Buch der Gesundheit
Hallesche Krankenversicherung

Letzte Änderungen auf dieser Seite fanden am 01.08.2019 statt.