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Phosphat (P)

Normalwert: 2,6–4,5 mg/dl (0,84–1,45 mmol/l). Kinder bis 14 Jahre können höhere Werte aufweisen.

Phosphate

Phosphate

Phosphat, das Salz der Phosphorsäure, ist an allen wichtigen Stoffwechselprozessen beteiligt und ein wichtiger Bestandteil von Knochen und Zähnen. In den Knochen ist Phosphor an Kalzium gebunden und entzieht dieses damit der Verwertung des Körpers. Wenn wir zu viel Phosphor aufnehmen, verschiebt sich das Verhältnis der beiden Minerale zugunsten des Phosphors. Die Folge ist eine zu geringe Kalziumaufnahme aus dem Darm. Erniedrigte Phosphorwerte sind eher selten.

Phosphor ist ein lebensnotwendiges Spurenelement für Mensch und Tier. Knochen enthalten einen großen Anteil an Calciumphosphat, das vor allem die Druckfestigkeit der Knochen gewährleistet. Die Phosphate stellen wie die Nitrate einen wichtigen Nährstoff für Pflanzen dar. Durch das Einschränken der Phosphate als Enthärter in Waschmitteln ist die Belastung der Gewässer zwar stark zurückgegangen, aber es gibt immer noch eine Vielzahl von Produkten, die phosphathaltig sind.

Eigenschaften von Phosphat / Anionen und pH-Werte

In wässriger Lösung existieren Phosphat-Anionen in drei Formen. Unter stark basischen Bedingungen liegt das Phosphat-Anion hauptsächlich als (PO43−) vor, während unter schwach basischen Bedingungen das Hydrogenphosphat-Anion (HPO42−) dominiert. Unter schwach sauren Bedingungen liegt hauptsächlich das Dihydrogenphosphat-Anion (H2PO4−) vor. In stark saurer wässriger Lösung ist Phosphorsäure (H3PO4) die Hauptform.

Es liegen also drei pH-abhängige Gleichgewichtsreaktionen vor:

Phosphat

Phosphat / © Wikipedia

 

Wann können die Phosphatwerte erhöht sein?

Zu hohe Werte können auf eine Schwäche Nieren deuten. Das kann daran liegen, dass überschüssiges Phosphat bei gesunden Menschen über die Niere ausgeschieden wird. Das geschieht nicht mehr, sobald eine entsprechende Störung vorliegt. Evtl. weitere Ursachen für erhöhte Werte können Unterfunktionen, beispielsweise der Nebenschilddrüse sein. Knochentumore oder Verschiebungen im Säure-Basen-Haushalt können zu einem Phosphatüberschuss im Blut führen.

Wann können die Phosphatwerte erniedrigt sein?

Phosphat ist in sehr vielen Lebensmitteln in ausreichender Menge enthalten. Daher wird ein Mangel nur höchst selten durch eine zu geringe Zufuhr ausgelöst. Meist ist dann eine verminderte Aufnahme aus dem Darm infolge einer Erkrankung die Ursache.

Gewinnung von Phosphaten

Phosphate werden aus Mineralen wie zum Beispiel Apatit, Ca5[(PO4)3(OH,F)], gewonnen. Die Hauptvorkommen liegen im nördlichen Afrika (Marokko, Westsahara), Florida, Russland (Kola-Halbinsel), Südafrika und China.

Die Ressourcen von Phosphaten sind begrenzt, und die meisten sind belastet mit Cadmium und/ oder radioaktiven Schwermetallen. Manche Phosphatlagerstätten dienten bislang als Quelle für Uran. Man geht davon aus, dass die zur Düngerproduktion nutzbaren Phosphatlagerstätten früher erschöpft sein werden als die weltweiten Erdölvorkommen. Der Cadmiumgehalt der Phosphatlagerstätten ist sehr unterschiedlich.

Ursachen für eine Erhöhung der Phosphorwerte:

  • Unterfunktion der Nebenschilddrüse
  • Nierenerkrankungen
  • Knochentumoren
  • Diabetes mellitus
  • Azidose

Ursachen für eine Erniedrigung der Phosphorwerte:

  • Überfunktion der Nebenschilddrüse
  • Nierenerkrankungen
  • Vitamin-D-Mangel, Mangelernährung
  • Entwässerungsmedikamente

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

  • © Foto: https://de.wikipedia.org/wiki/Phosphate#/media/File:PH-Phosphat-plot.svg
  • https://www.apotheken-umschau.de/laborwerte/phosphat
  • http://www.chemie.de/lexikon/Phosphate.html
  • http://www.seilnacht.com/Lexikon/phosphat.html
  • https://de.wikipedia.org/wiki/Phosphate

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Letzte Änderungen auf dieser Seite fanden am 01.12.2018 statt.